Am Montag den 22.03.2010 zeigt Wolfgang Bauchauer Bilder von einer Alpenüberqerung im Heißluftballon. Die Veranstltung ist kostenlos. Anfahrtsbescheibung
Blog von Walter Lackermayr & dem Forum der WuidnBuam (und Madln natürlich auch)
Mittwoch, 17. März 2010
Donnerstag, 18. Februar 2010
Seidenraupe statt Supervisor
Saurons Rache:
Nachdem wir den Mordor geklettert waren planten wir für den nächsten Tag Pausetag. Nicht ohne Hintergedanken: Erstens hieß das am Abend Rotwein und morgens Ausschlafen und zweitens war für den nächsten Tag Fön angesagt, aber danach ein eintägiges Föhnloch mit Bewölkung und leichtem Schneefall. Da sah ich unsere Chance trotz der hohen Temperaturen noch einen Versuch im Supervisor machen zu können. Bei Sonne eher ein Suizidkommando da der Fall bereits sehr früh in der Sonne ist und nicht wie Mordor gleich wieder im Schatten eines vorgebauten Grates verschwinden kann. Vorne weg: Der Plan ist nicht aufgegangen.
Rechts der Supervisor
Mittlerweile löst die Sonne auch den Schnee aus den Hängen darüber und zum Krachen des Eisschlages gesellt sich als Tenor Lawinendonner. Nettes Esemble fatal.
Was soll's. Die Seidenraupe steht selten gut da, und einen schönen Namen hat sie auch noch, da kann ja nix böses mehr sein. Berni am Start. Etwas nachdenklich sitz' ich da: "Was nun...?" Ich erinnere mich an die Worte eines Lokals gestern: Die Seidenraupe müssts machen, nix Psychostress, voll entspanntes Klettern, total sicher, kannst immer machen. Hmm, ham sich andere Lokals auch gedacht und sind schon eigestiegen. Na gut, wart ma halt, das Teil hat einen langen Quergang in der zweiten Länge, wenn die da drüben sind können wir entspannt nachgehen. Ob sie abseilen wollen: "Naa, eher ned, der Ausstieg schaut guad aus, mir gehn oba." Also gut. Trotzdem bin ich irgendwie ein Psychowrack. Eigentlich ist der Stress ja vorbei, und trotzdem fühl ich mich scheiße. Am liebsten würd ich heimgehn.
Dann schreit er plötzlich "ACHTUNG, EIS!!!" Ich seh's noch wie's auf mich zukommt, wills nun rechts oder links oder hinter mir vorbei? Nein, es will auf mich drauf, es kracht auf und in meinem Kopf, dann will's durch mich durch, es reißt an und schreit mir ins Ohr, dann will's mich einfach nur noch abklatschen, ein Schlag auf den Rücken, hauahee...
Berni von oben "He, alles ok?"
"Ja-Nee, Volltreffer" Zuerst krieg ich mal keine Luft, dann brummt mein Schädel und dieses blöde Pfeifen im Ohr nervt mich. Ich schüttle mich mal: Alles noch dran. "Alles ok!" Beim Nachsteigen hab ich Probleme beim Luft holen, die Optik ist irgendwie auch nicht ganz ok, zwischendrin glaube ich mich beim Sportklettern in der Halle und wundere mich warum die roten Griffe nicht rot sind.
Zwei Wochen später stellte sich heraus:
Hirnödem, Lungenödem, zwei Rippengebrochen.
Richtig Glück gehabt, das hätte auch anders ausgehen können...
Facts
Seidenraupe WI5, 200 mtr
Anfahrt/ Zustieg: sieh Mordor
Schwierigkeit: 1SL WI3, 55mtr; 2SL WI3 40 mtr; 3 SL WI5- 40 mtr; 4SL WI5+ 50mtr; 5 SL WI3 15 mtr und Schnee 20 mtr.
Besonders:Steht selten, Direkteisntieg mancghmal möglich, dann WI5+, Ausstiegslänge je nach Verhältnissen WI5- bis WI6-
Dienstag, 16. Februar 2010
Mordor (Eine Geschichte in drei Teilen)
Prolog
Mordor (schwarzes Land) lag im Nordwesten von Mittelerde und war im Norden, Westen und Süden von steil aufragenden Bergen umgeben. Um das Jahr 1000 des zweiten Zeitalters begann Sauron Mordor zu besiedeln und es zu einem Ort des Bösen zu machen.
Obwohl heute auf keiner Karte mehr zu finden existiert es doch: Im Höhkar, einem versteckten Hochkar des Anlauftales, welches wiederum ein Seitental des Gasteinertales ist. Bekannt durch die Bahnverlade des Eisenbahn-Tauerntunnels von 1911. Dort oben, in einer Eisarena die Ihresgleichen sucht, erwächst all winterlich eine mächtige Eisline:
(1) Erster Teil:
Die unsichtbare Grenze
Unterwegs versuche ich Berni mithilfe der Schrift von der Richtigkeit eines direkten Weges zu überzeugen ...
(2) Vorletzter Teil:
Im Land Mordor
Zum zweiten Mal dringen wir ein ins Reich Saurons, diesmal gewappnet mit Beilen und guten Mutes, nichtmehr nur zu schauen, sondern nun eizusteigen ins Land Mordor.
Heiß Duschen!
(3) Dritter Teil:
Saurons Rache
Mordor WI 5, 315 mtr
Anfahrt/Zustieg: Durchs Gasteiner Tal nach Böckstein, an der Bahnverlade vorbei ins Anlauftal und vor der Brück mit Fahrverbotsschild parken. Entweder rechts des Baches Trittspuren des Höhkarsteiges folgen oder bei viel Schnee das Anlauftal hinein, am Gasthaus Marienberg vorbei und nach wenigen Minuten rechts eine Forststrasse bis zu deren Ende an deiner Wildbachverbauung. Das Tal hinauf zu den schon vom Parkplatz aus sichtbarebn Fällen. 1 bis 1 1/2 Stunden.
Schwierigkeit: 1 SL 50 mtr WI3-4; 2 SL 30mtr WI 3; 3. SL 40 Mtr WI 4+; 4. SL 50 mtr WI5; 5 SL 50 mtr WI4/4+; 5 SL 65 mtr WI 3-4 Schwierigkeit bei jeweils leichtester Linienführung. Bei direkterer Linienführung die mittleren Längen konstand WI5.
Abstieg: Zunächst rechts hinaus zu Büschen. gerade hinauf, oben nach Links über dem Fall queren und orogr. rechtshaltend absteigen zum Höhkarsteig und diesen zurück zum Einstieg. Kann heikel sein. Abstieg zT sehr lahnig.
Besonderes: Großer Fall, nicht zu unterschätzen, auch wenn die angegebenen Schwierigkeit dies vielleicht nicht suggerieren mögen. Der Abstieg ist anstrengend uns nicht ohne, am Höhkarsteig kann sichern nötig sein, u. U. auch die sehr lawinengefährdeten Hänge überhalb des Falles.
Montag, 15. Februar 2010
Ruinenorgel WI 5+
Gleich nach dem Tunnel ins Gasteinertal steht rechter Hand die Ruinenorgel. Ein schöner Fall mit zwei Längen im fünften Eisgrad, gerade recht zum Antesten des Gebietes. Es gibt ein Wirtshaus in dem man auch ganz gut Essen kann, wenn man denn den ganz speziellen Charme des Seniorchefs zu ignorieren weiß.
Die erste Länge wartet mit WI 5+ auf
Und nach dem Kaffee gings weiter: Mordor (Click mich)
Facts:
Ruinenorgel, WI 5+, 120 mtr
Anfahrt/Zustieg: Gleich nach dem Tunnel ins Gasteinertal rechts ab hinunter, über die Brücke und Parken. Der Fall ist in 10 Minuten zu Fuß erreicht.
Schwierigkeit: 1 SL WI5+, 60 mtr, STand rechts an zwei BH; 2 SL 60 mtr WI5 und WI3, Stand an Baum rechts (Schlingen)
Abstieg: 2 x Abseilen, Beile nicht vergessen
Besonderes: Meist gut eingepickelt da sehr beliebt
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