Normalwerweise ist das Eisklettern ja eine oft eher ungemütliche Sache: Du mußt früh aufstehen, noch vor dem Schifahrerstau meistens recht weit weg fahren, dann frierst Du mehr oder weniger den ganzen Tag vor Dich hin, abgesehen von den wenigen endlos langen Augenblicken in denen Dir vor Angst oder Anstrengung der Schweiß in Strömen den Rücken runterläuft, der sich dann am nächsten Stand in eine neue Schicht des Dich umhüllenden Eispanzers verwandelt. Abends kommst Du dann ausgelaugt zum Auto, fährst mit tausend anderen im Stau endlos über irgendwelche Pässe heim, oder -even worse- schmeißt den Gaskocher an und verbringst die Nacht zähneklappernd und -knirschend zusammen mit einem Deiner besten und wahrscheinlich letzten Freunde im feuchten Kombi/Bus/Schlafsck.
Da schläft sich's ganz gemütlich drin, und zwar direkt am Zustieg. Während die normalen Eishacker dann schon seit Stunden im Auto über die Pässe bügeln -ah, nein, heute garnicht, es ist erst Freitag, da stehen die noch dicht an dicht in der S-Bahn auf'm Weg zur Arbeit....-sitzen wir gemütlich beim Frühstück.
Dann hüpfen wir aus der Haustüre und gehen zum Einstieg.
Mutterschiff 911er: kein Prolo-Porsche
Conny: Handschuhe an und los
Ein Quergang vorm Stand machts für den Nachsteiger interessant
Tagsüber ist's das gleiche wie sonst auch: Frieren, Schwitzen, wieder Frieren, ihr kennt das ja. Deshalb ist's dann irgendwann auch genung und wir beschließen heim zu gehen.
Nein, wir sind nicht reingefallen....
Am Parklatz angekommen ist die Situation immer noch sehr ähnlich den Situationen nach den üblichen Eiskletteraktionen: Mäßiges Wetter, Gemütlichkeit gibts nicht.
Aber dann: Wir machen die Türe auf...
Ja, richtig erkannt: das ist die zweite Flasche, und nicht die letzte....
Die Kuschelcrew beeugt das Treiben vom Bett aus...
Mit gut gefülltem Bauch kann man ja mal gucken was am nächsten Tag so dran sein könnte.
Wir haben uns für den Klockebachfall entschieden. Ein netter Einsteigerfall, allerdings mit etwas dünnem Eis im Moment.
So wird die erste Länge zum üblen Gestapfe, Vorsteigen beudeutet einen tiefen 60 Meter langen Graben zu ziehen.
Weiter oben hat es etwas mehr Eis, meist aber schon recht stark hinterspült. Der Föhn hat's hingerichtet.
So richtig toll ist das Wetter auch nicht.
Auf der anderen Talseite hüllt sich die Monsterline noch in Wolken.
Doch dem Föhn sei Dank scheint am Ausstieg die Sonne. So gibts einen Pluspunkt für's Schwitzen beim Spuren hinunter, vor allem weil es nach der letzten Stufe erstmal 100 m hinauf zu Spuren gilt.
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