Blog von Walter Lackermayr & dem Forum der WuidnBuam (und Madln natürlich auch)




Freitag, 21. August 2009

Brevent "Poema a Lou"

Nach einem Tag Pause wollen wir wieder ein bischen Klettern und schweben mit der Bahn zu den Aiguilles Rouges am Brevent. Tagesziel ist die Tour "Poema a Lou". Steile Kletterei an bombenfestem Traumgranit, bestens mit 12mm-Bolzen abgesichert verspricht einen guten Klettertag.
Berni lässt mich alles vorsteigen, uns so komme ich zu einem blitzsaubenren Onsight bis 6c+
Die Bilder sprechen für sich:
Facts Brevent "Poema a Lou"
Schwierigkeit: 6c+ oder 6b / Ao
Länge: 200 mtr, 5 SL
Material: Perfekt mit 12 mm BH ausgerüstet, 14 Expressen
Nachmittags in Chamonix beim Auffrischen des Elektrolythauhalts mittels Hopfenkaltschale Marke Mehr-is-billiger schau ma mal was als nächstes ansteht...
...wir hätten da so das eine oder andere ins Auge gefasst

Donnerstag, 20. August 2009

Mont Blanc du Tacul "Chere Couloir"

Ein Plan war schnell gefasst: Eine anständige Hochtour soll's werden, abwechslungsreich, keine Hüttenbenutzung und weil noch keiner von uns droben war wollten wir auch gleich mal dem Blanken Hans auf's Haupt steigen. Auf die Südseite zu den großen Pfeilern wechseln war uns zu aufwändig, also eher gemütlich von dieser Seite. Zunächst mal nauf, und zwar faul mit der Bahn auf die Midi. Dann auf den Tacul, um es etwas kurzweiliger zu gestalten über das Chere Clouloir. Dann hinab ins Col Maudit, über den Ostgrat auf den Mont Maudit, nach Westen hinunter in's Col de la Brenva, hier biwakieren und am zweiten Tag über die Ostschulter auf den Blanken Hans (Mont Blanc) und über Bossesgrat und Dome de Goutier zur Goutierhütte und zur Zahnradbahn Nid d Aigle. Auf dem Bild einfach von links nach rechts.
Gesagt, getan: Wir schweben mit der ersten - nein, da waren schon 60 andere der laut Auskunft der Kassiererin "max. 10-12 Alpinists die mit der ersten Gondel rauffahren" voll- also mit der zweiten ersten Bahn hinauf zur Midi, wo der einzige Weg erstmal über den für manche schon sehr abenteuerlichen Grat hinunter auf's Midi-Plateau führt. Und schon sehen wir das Chere Couloir, die Eisrinne im rechten Teil des Felsrückens. Die Sonne streift die Hänge des Normalweges auf den Tacul... ... während wir die max. 80° steile Rinne hinaufpickeln. Leider ist das Couloir recht kurz, nur vier SL, dann kommt schon Mixedgelände...
...über welches wir den Kopf des Felspfeilers erreichen.
Ein schöner Firngrat bringt uns zum Sattel unterhalb des Gipfelaufbaus.
Heldenpose am Gipfel? Könnt ma so verkaufen, ist aber nur das Ende des Firngrates vor dem Gipfelaufbau, Berni!
Jo auf dem Weg zu seinem ersten Viertausender.
Jetzt Gipfelpose: Nur ganz oben ist oben!
Facts Chere Couloir: D-, zwei Stellen 80°, sonst 60-70°
Länge: 4 SL, dann abseilen übers Couloier oder Mixed bis III auf den Pfeiler und weiter zum Gipfel
Fazit: Schöne Eiskletterei, meist eingepickelt, Stände am Fels ein gerichtet oder leicht herzustellen. Objektiv ziemlich steinschlagsicher

Dienstag, 18. August 2009

Mont Maudit

Vom Gipfel des Tacul steigen wir ins Col Maudit ab und hinüber zum Ostgrat des Mont Maudit.
Am Grat kommen von der anderen Seite einige Tschechen über den Küffnergrat hinauf und sind offensichtlich froh nicht spuren zu müssen. Küffnergrat, Erinnerungen an letztes Jahr im Herbst mit Franz: http://moaddsgaude.blogspot.com/2008_09_01_archive.html Gipfel Mont Maudit: Eindrucksvoll: Blick in die Südseite des Mont Blanc Weiter geht's hinunter in Col de la Brenva zwischen Mont Maudit und Mont Blanc...
....wo wir nach sorgfältigem Sondieren ... ...ein kuschliges 2+1 Biwi graben.
Nach einer unsanften Begenung meines Daumengelenkes mit Bernis Eisgerät bin ich vorübergehend ausgenockt, ...
... aber ich bin ja nicht allein!
Die Sonne verzieht sich...
...und langsm wird es kalt.
Uns gehts trotzdem prima, die Espressokanne gurgelt, Süsskram und Abendessen in Hülle und Fülle!
Das wird sich im Laufe der Nacht wegen starkem Wind, Graupelschauern und ekelhaften Spindrifts noch ändern.
Egal, noch wissen wir's nicht und legen uns mit Blick auf den morgigen Aufstieg ins Hotel Daune.

Sonntag, 16. August 2009

Mont Blanc

In der Früh ist das Wetter noch grausig, also stehen wir erst später auf, nicht wie geplant um 3h für den Sonnenaufgang am Gipfel, sondern erst um 6h. Egal, teilen wir den höchsten Alpengipfel eben mit ein paar anderen. Wieder Erwarten waren die 600 Hm auf den Gipfel eh nicht besonders anstrengend.
Berni auf den letzten Metern.
Da sind wir hergekommen: Midi, Tacul, Maudit Gipfelglück: Jo auf seinem dritten Viertausender (in zwei Tagen). Ein paar Leute waren da, aber zum Glück nicht sehr viele.
Jo (groß), Berni (klein)
Abstieg über den Bossesgrat
Blick zum niedrigeren Mont Blanc Cormaeur
Unten vorne Küffnergrat, dahinter Teufelsgrat mit Capucin, ganz hinten Grand Jorasses
Ich war auch oben
Vallotbiwak...
Beim Abstieg haben wir nochmal schöne Blicke auf den Mont Maudit
Goutierhütte: Don't go where the Huskies go, don't you eat the yellow snow! (Frank Zappa)
Local Hero: Stoabock
Zahnradbahn Nid d Aigle, 100 Jahre alt!